Untersuchungsregionen in Westafrika

Im Projekt micle untersucht das Team zwei Gebiete in Westafrika: Die Regionen um Linguère in Senegal und Bandiagara in Mali. Beide liegen in der semi-ariden Sahelzone.
Charakteristisch für beide Gebiete ist, dass sie in den vergangenen Jahrzehnten bis heute von Dürreperioden und Landdegradation betroffen sind. Zudem variieren die Niederschläge und Vegetationsveränderungen dort verhältnismäßig stark. In beiden Regionen geht man von einer zunehmenden Landdegradation aus.
In den Gebieten gibt es zusätzlich starke Bevölkerungsdynamiken. Dazu gehört vorwiegend die Binnenmigration, aber auch internationale Migration.

Westafrika: Die beiden Forschungsregionen des Projektes sind rot markiert: Linguère im Senegal und Bandiagara in Mali.

 

Höhenlagen der Untersuchungsgebiete: Im Senegal ist die Forschungsregion mit einer durchschnittlichen Höhe von 40 Metern sehr flach. In Mali hingegen teilt sich das Forschungsgebiet in das bergige Dogon-Plateau mit einer Höhe von 300 bis 500 Metern und das südöstlich gelegene Flachland mit 200 bis 300 Metern.

 

Die Forschungsregion um Linguère im Senegal: Sie liegt in der semi-ariden Sahel und besteht überwiegend aus Weideland (sylvo-pastorale Zone) mit zahlreichen staatlichen Schutzgebieten. Während der Regenzeit fließt der „Ferlo“ durch die Region, trocknet aber um Linguère in der Trockenzeit vollständig aus. Die Region wird hauptsächlich zur Weidewirtschaft genutzt. Die Böden sind sehr sandig und die Vegetation setzt sich aus offenen Baum- und Strauchsavannen mit einer relativ armen Artenvielfalt zusammen.

 

Die Forschungsregion um Bandiagara in Mali: Die empirischen Erhebungen finden im Umkreis der Städte Sévaré, Bandiagara und Bankass statt. Die Forschungsregion liegt in der semi-ariden Sahelzone und ist durchzogen von einer Stufe eines Felsplateaus („Falaise de Bandiagara“). Das Untersuchungsgebiet teilt sich in steinige Böden auf dem Plateau und tief sandige in der Ebene um Bankass. Die Jahresniederschläge liegen um 600 mm.

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