21.02.2012

Die Survey-Phase hat begonnen

Das micle-Forschungsteam ist nach Westafrika gereist um in den Untersuchungsregionen Bandiagara in Mali und Linguère im Senegal sowie in den Hauptstädten Bamako und Dakar empirische Untersuchungen durchzuführen. Ihre Untersuchungen sollen Aufschluss geben über die Migrationsmotive und Lebensbedingungen der Menschen.


In diesem Frühjahr startet die zweite Feldphase des Forschungsprojekts micle. Hierfür ist das Forschungsteam in die Untersuchungsregionen Bandiagara in Mali und Linguère im Senegal gereist. Bis Mitte April 2012 führen die WissenschaftlerInnen dort sowie in den Hauptstädten Bamako und Dakar empirische Untersuchungen durch.

Ziel der Befragungen

Der Feldaufenthalt soll Aufschluss geben über die Bedingungen und die Formen der Migration. Das Team will die individuellen Beweggründe der Menschen zu migrieren – oder auch zu bleiben – analysieren. Erforscht wird zudem, wie Umweltveränderungen (z.B. veränderte Niederschläge und Temperaturen) mit der Landnutzung zusammenhängen und welchen Einfluss dies auf die Existenzsicherung und Migrationsentscheidungen hat. Zu den sozial-empirischen Untersuchungsmethoden zählen u.a. teilnehmende Beobachtungen, biographische Interviews und eine standardisierte Befragung (survey).

Survey

Die WissenschaftlerInnen führen eine standardisierte Befragung von ca. 800 Personen durch, um die Migrationsmotive und Lebensbedingungen der Menschen zu erfassen. Orte der Befragung sind einerseits Dörfer in Linguère /Senegal und in Bandiagara /Mali. Beide Regionen sind von starker Abwanderung besonders junger Männer betroffen. In Dakar und Bamako erhebt das Team die Motive der MigrantInnen nach begonnener und abgeschlossener Migration. Die Hauptstädte der beiden Länder stellen wichtige Zielgebiete der Binnenmigration aus Linguère bzw. Bandiagara dar. Einige MigrantInnen begeben sich von dort weiter in Nachbarländer, Europa oder die USA.

Verknüpfung der Daten

Zur gleichen Zeit werden die empirischen Untersuchungen zu Klimawandel und Landdegradation fortgesetzt. Diese naturwissenschaftlichen Erkenntnisse werden in den sozial-empirischen Untersuchungen systematisch rückgekoppelt – z.B. bei der Entwicklung des Fragebogens und bei der Auswahl der Dörfer für die Befragung. Das stärkt die Validität der empirischen Ergebnisse und ermöglicht die im Projektverlauf zu entwickelnden Szenarien.


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