25.06.2012

Survey zu Migration und Umweltveränderungen im Frühjahr 2012

Im Frühjahr 2012 hat das micle-Team in Bandiagara (Mali) und Linguère (Senegal) mehr als 900 Personen zu Migration und Umweltveränderungen befragt. Die umfangreiche sozial-empirische Forschung umfasste neben qualitativen Interviews auch eine länderübergreifende standardisierte Befragung (Survey).


Ziel des Surveys war es, mehr über die Migrationsmotive, -muster und Lebensbedingungen der Menschen in den beiden Forschungsregionen in Mali und Senegal zu erfahren. Besonders interessierte die ForscherInnen, welche Rolle Umweltveränderungen bei der Entscheidung zur Migration spielen.

Mehrere lokale InterviewerInnen haben die micle-ForscherInnen bei der Befragung unterstützt. Sie wurden durch eine Schulung auf den Survey vorbereitet. Kooperationspartner bei der Befragung waren Point Sud/Mali und das Laboratoire d’Études de la Paupérisation et des Transformations Sociales (LARTES) der Universität Dakar/Senegal.

Befragt wurden Frauen und Männer ab 18 Jahre aus den beiden Forschungsregionen mit und ohne Migrationserfahrung. Die empirischen Daten wurden auf zwei räumlichen Ebenen erhoben: in den Herkunftsorten der Migranten innerhalb der Untersuchungsgebiete in Bandiagara und in Linguère sowie in deren aktuellen Aufenthaltsorten – den beiden Hauptstädten Bamako und Dakar.

Der Fragebogen enthielt Fragen zu Motiven und Gründen von (Nicht-)Mobilität, Dauer und Ziel von Migration, Livelihoods, Umweltwahrnehmung, Bewertung von Migration und Migrationspolitik, Anpassungsstrategien und einiges mehr. Das micle-Team hat den Fragebogen auf Basis mehrmonatiger Feldforschung und vorangehenden qualitativen Interviews entwickelt. Die Daten werden im Juni/Juli am ISOE ausgewertet.


Bundesministerium für Bildung und Forschung Forschung für nachhaltige Entwicklungen